Handarbeitstreff für Kinder & Erwachsene mit Mitaly

Hallo liebe Handarbeitsfreundinnen und -Freunde, Erzieherinnen, Lehrerinnen und alle, die Freude an der Handarbeit haben, und es gleichfalls lieben, Neues auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und zu teilen, Ideen zu bekommen, Schönes anzusehen....

Filzen, Nähen, Stricken, Häkeln, Sticken, Basteln... Alles dabei!


Es gilt zu genießen und zu betrachten......

Freitag, 10. April 2015


Ein Figurentheater
"Die kleinen Leute von Swabedoo"

Gestaltet und gespielt von
der 6. Klasse
(mit Beiträgen von der 7. 8.und 9. Klasse.)

Der Waldkobold vor seiner Höhle und im Hintergrund das Bühnenbild mit der Waldlichtung.
(auf der Höhle sitzt noch eine kleine Höhle mit einer kleinen gefilzten Maus von einem Mädchen aus der 5. Klasse. So war der Kobold zu Beginn nicht ganz alleine im Wald)

Der Anfang
"Am Anfang hörten wir die Geschichte von den kleinen Swabeooahs in ihrem Dorf Swabedoo. 
Wir waren alle ganz neugierig darauf wie daraus unser Theaterstück werden konnte. 
Jeder von uns durfte dann seinen Dorfbewohner aussuchen, den er auch spielen wollte.
Und so wählte jeder seine liebste Figur:
Es gab einen Pizzabäcker namens Leo Pastore
Der Schornsteinfeger und sein Sohn, Christoph und Jansen
Einen Glöckner
Eine Oma, mit dem Namen Margarete
Zwillingsmädchen, mit den Namen Lina und Luna
Einen Feuerwehrmann
Einen kleinen Jungen namens Max
und 
den Waldkobold.

Waren unsere Figuren gewählt, stellten wir uns vor, wie sie aussehen könnten..."

"Der Glöckner aus dem Dorf   Der Vater-Schornsteinfeger

und der Kobold aus dem Wald, so wie wir uns den vorstellten..."

"In der Handarbeit gingen wir dann gleich an die Arbeit, die Puppen zu gestalten.
Erst wie Handpuppen, welche dann aber einen Stab bekamen. Also waren es Stabpuppen und gleichzeitig Handpuppen.
Unsere Handarbeitslehrerin führte uns Schritt für Schritt an. Die Köpfe waren am schwierigsten.
Erst nur ein Styroporei mit einem Loch für den Hals, dann mit Zeitungspapier Nase, Backen, Stirn, Augenbrauen und Kinn formen, und dann mit Modelliermasse vorsichtig alles überstreichen, Augen hinein - 
dann schleifen, damit die Gesichter nicht so faltig aussahen
und anmalen.
Puhhh - geschafft!
Die Haare waren dann etwas leichter. Schneiden-drauf kleben-schneiden.
Manche Frisuren sahen erst so lustig aus, dass wir viel lachen mussten."





"Ihr seht schon welche tollen Kleider sie bekamen, alle selbst ausgedacht und genäht. Beim Nähen bekamen wir etwas Hilfe von unserer 9. Klasse. Die konnten nämlich schon an der Nähmaschine nähen. Viele von uns bekamen Hüte, einen Feuerwehrhelm, Kochmütze, Schal und Perlenkette, Blumenkränze, Kleeblätter und Waldblätter mit Moos, Glocke, viele viele Kleinigkeiten.
Und natürlich goldene Beutel mit kleinen weichen Fellen. Diese gehörten zur Geschichte.
Das sind wir: Stolze Besitzer unserer Figuren."
"Im Hintergrund seht ihr schon unser Dorf Swabedoo mit Sonnenschein-Bühnenbild.

Die Häuser bauten wir in der Handarbeit aus kleinen und großen Kartons. Ein Feuerwehrhaus, eine Pizzeria und eine Kirche gehörten natürlich dazu."


"3 Bühnenbilder gab es für unser Figurenspiel
ein sonniges,
eines mit Regen und mit Sturm,
und ein Waldbild.
Das war viel Arbeit.
Unsere 7. und 8. Klasse haben alle drei gemalt - 
richtig schön sind die geworden.
Und der Brunnen wurde für unser Stück auch ganz wichtig!"
Hier das Sturm-Bild

"Stück für Stück entwickelten wir mit eigenen Dialogen die Geschichte weiter 
und verwandelten sie zu einer Geschichte mit
Happy End.
Für alle sollte es gut ausgehen, denn Freundschaft, Mitgefühl, Vergebung 
Freundlichkeit und Freude 
sind wichtig. Das war uns allen ganz klar!

Am Ende wollten wir alle, dass der einsame Kobold, der erst nicht so freundlich zu uns war und durch einen Trick uns eine Zeit lang alle etwas müde und traurig machte, zu uns Dorfbewohner gehörte.
 Wir wollten ihm unsere Freundschaft schenken, auch
durch kleine Geschenke von Herzen, wie eine Pizza vom Pizzabäcker, einem warmen Schal von der Oma, einem Ofen vom Schornsteinfeger, so dass ihm warm ist in seiner kalten Höhle und vieles mehr.
Am Ende gab es ein gemeinsames Fest aller Figuren im Wald. 
Dazwischen gab es viel Verwirrung, Stachelsteine statt weicher Felle, Traurigkeit Erwachen und wieder Freude.....

Neugierig geworden auf unsere Geschichte?
Sie ist auch einzigartig anders!"
Und so sahen die Proben und unser Auftritt auf der Bühne aus:"





"Natürlich waren wir mit auf der Bühne und spielten unsere Figuren. Das haben wir lange geübt. Erst mit unserer Englischlehrerin, dann mit einer richtigen Figurentheaterspielerin und Theaterpädagogin vom Figurentheater Phoenix aus Schorndorf, und ab Januar waren alle zusammen mit bei den Proben.
Frau Mukherjee kam auch dazu, als alle Figuren, Bühnenbilder und Häuser fertig waren. Unser Bühnenbild wurde immer schöner. Besonders als die Lichterketten, die Tücher und Bühnenbeleuchtung dazu kam.

Mit der Musik der 9. Klasse
wurde alles noch stimmungsvoller.
Die Musik passte ganz genau zu unserem Stück.
Und so konnten wir aufgeregt aber mutig zum Tag der Aufführung gehen und spielen.

Man waren wir glücklich, als uns das so gut gelungen ist!
Viel Beifall haben wir bekommen.
Da haben sich das viele Proben, Gestalten, Proben, Durchhalten, die viele Aufregung
wirklich gelohnt!"

"Danke an alle, die mitgemacht haben."

"Hand aufs Herz! 
Es hat uns viel Freude gemacht und wird unvergesslich bleiben!

Die 6. Klasse"

Ein Erlebnis, welches bleibt.
Dieses Figurentheater entwickelte sich von September 2014 an bis zur Aufführung am 7.3.2015, dem Tag der offenen Tür an der Magdalenenschule. 
Von Anfang an war dieses Figurentheaterprojekt eine "Kooperationsarbeit".
Vielen Dank an meine Kollegin,welche diese wunderbare Geschichte mitbrachte und daraus ein Figurenspieltext zauberte, für die gemeinsame inspirative Arbeit und an alle anderen Kollegen und Schüler für Eure Unterstützung und Mithilfe.
Hierbei haben viele künstlerische Elemente(Gestaltung, Spiel und Musik) und Talente zu einem wunderbaren Gesamtwerk geführt. 

Vielen Dank auch an die Eltern für die Möglichkeit diesen Post schreiben zu können.
Es sind Ihre Kinder, welche dieses Werk mit Leben 
erfüllt haben und so unvergesslich gemacht haben.
Unvergesslich auch für mich.

Mitaly

pädagogisch wertvoll.
Die kleinen Figuren sind es die spielen. So sind die Kinder zwar die Spieler, aber nicht ihrer eigenen Person, sondern dieser Figur. Die Figur übernimmt die Gefühle, spricht die Worte. Sie ist der Mittelpunkt des Stückes. Sie gibt Halt und Orientierung, ist der eigentliche Spieler. Ist sie dann noch selbst gemacht, besteht nochmals ein anderer Bezug, eine innige Verbindung kann entstehen. Spieler und Figur wachsen in Vertrautheit zusammen. Diese Verbundenheit kann das Spielen nochmals erleichtern. 

Mit selbst gewählten Figuren und Rollen, so wie mit Dialogen, welche sie mitgestalten konnten, sowie humorvollen, spontanen Improvisationen, konnte ich beobachten, wie die Schüler in ihrem Selbstvertrauen mutig im Spiel wachsen und sich weiterentwickeln konnten: Im Sprechen aber auch in dem Sich-zeigen, nicht alleine, sondern immer mit ihrer Figur, welche mit der Zeit zu einem Freund werden konnte.


Donnerstag, 2. April 2015

Filzarbeiten zu Ostern - liebevolle Überraschungen und kleine Wunder!

Der März in der Handarbeit gab uns in den Schulstunden Zeit für kleine und liebevolle Osterarbeiten.

Aus den verschiedenen Klassen:

1. und 2. Klasse
Kleine selbstgefilzte Küken aus einer ovalen Form mit fest gewickelter Wolle als Kern. Und die Eier sind bunt gefärbt. In das zweite Ei gab es ein Schokoküken als Überraschung.


3. Klasse
Einfach nur Styropor-oder Kunststoffeier umfilzt,
zum Aufhängen an den Osterstrauch.


4. Klasse
Große Styroporeier oder Kunststoffeier umfilzt. Dann in der Mitte aufgeschnitten, bis auf einen kleinen Teil. So bleibt das Ei zusammengehalten und der obere Teil lässt sich öffnen, wie ein Deckel.
Meine Schüler hatten jeder für sich ein Ei gefilzt (3 Schulstunden). Ich öffnete dann die Filzeier und füllte sie mit Ostergras und Schokolade (als Überraschung). Ein schöner Knopf bildet den Verschluss.
(Tipp! Mit Wäschestärke bleibt die Form stabil.)

liebevolle Details öffnen das Herz!


5. Klasse
Gestrickte Häschen aus weicher Kuschelwolle, ein Rechteck gestrickt und dann geformt!
Anleitung siehe Post-Ostern 2013

6. Klasse
Kurz mal mit Rückstich genäht - Kleine österliche Eier aus verschiedenen Stoffen.
Eine feine Arbeit fürs Fenster!

Und noch etwas Schönes.....
im März vollendet.
Eine Kombiarbeit aus Weben und Filzen
von meiner 1. und 2. Klasse.
Aus einer Webrahmenarbeit, die viele Wochen Durchhalten und Geduld bedeutete, entstanden
Kissen oder Taschen - dies stand zur Auswahl.
Hier drei schöne Ergebnisse.

Die Mädchen wählten die Taschen.......

mit Baumwollstoff als Innenfutter( Herzchen und Schmetterlinge als Muster) und Glitzerknöpfen und Glitzersteine!

Die Jungsarbeit, weniger Glitzer, dafür urgemütlich und praktisch!!
 Mit Baumwoll-Kissen gefüllt im Inneren.
Gleich einsetzbar für die lange Auto-Oster-Reise!
(Idee eines Schülers, welcher sich gleich nach Vollendung mit dem Kopf auf sein Kissen legte um zu testen, wie gemütlich es ist)


In diesem Sinne wünsche ich allen
Besuchern meines Blogs 
schöne, urgemütliche und liebevolle Ostern und Osterferien....
vielleicht sogar mit Zeit für kleine kreative Filz- Näh-oder Strick-Kunstwerke.

Viel Spaß dabei!

Eure Mitaly


Dienstag, 6. Januar 2015

Lasst die Puppen spielen und tanzen!

Zwei schöne Weihnachtsferienworkshops 
für Kinder ab 4 Jahre und ab 6 Jahre 
zur Sonderausstellung
Oskar Schlemmer in der Staatsgalerie Stuttgart
2014/15
Rapunzel

Eine vielseitige, gelungene und einzigartige Ausstellung
zum Lebenswerk von Oskar Schlemmer in Stuttgart mit viel Bühnenkunst und kunstvollen Kostümen
inspirierte
die Kinder zum Bau und Spiel eigener
Puppen, welche in zweitägigen Workshops
am 2. und 3. Januar 2015
entstanden.

Workshop für Kinder ab 4 Jahre.

Die Köpfe sind aus Holz und die schönen Stoffe wurden mit Hilfe eines Holzstocks am Kopf befestigt bzw. gut geklebt.
Eine schöne und einfache Art, Stabpuppen mit kleinen Kindern zu gestalten.
Pfeifenputzer, bunte Filzwolle, die besondere Wensleydale-Wolle (inspirierte zu vielen Rapunzels), Perlen und viele andere schöne Materialien
führten zu phantasievollen und liebevollen Puppen.

                                                                                     zwei Brüder, zwei blaue Engel




Dann malten die Kinder ihre eigenen Bühnenbilder zu ihren 
Stabpuppen. Die Bilder wurden beidseitig auf Pappe aufgezogen. So konnten auch zwei Bühnenbilder gemalt und bespielt werden. Längst waren durch das freie Spielen mit den Puppen im Atelier schon 
liebevolle Geschichten entstanden.

Anschließend bauten wir ein kleines Theater 
mit zwei Bühnen (mit Staffeleien) und Sitzplätzen
für die Zuschauer (Kinder) im Atelier auf.
Dann konnte das Spielen los gehen.
Es wurde viel Beifall geklatscht.

 Die Weihnachtsgeschichte





Rapunzel, lass Dein Haar herunter...


Workshop für Kinder ab 6 Jahre.

In diesem Workshop konnten die Kinder sich ganz auf
ihre Puppe konzentrieren.
Diese war auch etwas anders aufgebaut.
Styroporkugeln bildeten die Basis für das Gesicht. Schwarze oder blaue Holzkugeln gab es für die Augen.
Weißes Krepp-Papier und Seidenpapier in verschiedenen Farben
formten das Gesicht. Die Kleider wurden liebevoll gestaltet.
Pfeifenputzer waren ebenso wichtig wie Perlen und schöne Wolle. 
Auch hier entstanden Stabpuppen -
liebevoll - außergewöhnlich - farbenfroh.

Zum Abschluss gab es einen Präsentationsrundgang
durch die Ausstellung von Oskar Schlemmer.
Wie Könige und Königinnen schritten die Kinder mit ihren Stabpuppen stolz durch die Ausstellung
Gut besucht gab es viele Zuschauer unter den Museumsbesuchern,
welche mit fröhlichen und freundlichen
Worten die Werke der Kinder 
bewunderten.
Grund sehr stolz zu sein für einfach schöne, freche, witzige und fröhliche Werke!!




                                                                                         Am Teich

Caesar


Ein schönes Leuchten

Und Tribal*, die tanzende Handpuppe zu Oskar Schlemmers
Triadischem Ballett und Bühnenwerk
führte frech, bunt und freudig die Kinder durch die Ausstellung.
Am Ende genoss er dabei viele Küsse und Streicheleinheiten.



Ja, lieber Tribal*
das waren zwei unvergessliche Workshops.
Danke für die schöne Zusammenarbeit in den Workshops,
liebe Ramona und Alicia.

Wer Lust hat, kommt vorbei, 
Es gibt viel zu entdecken
bei Oskar Schlemmer
in Stuttgart.
Die Ausstellung läuft noch bis

6. April 2015
in der Staatsgalerie

Mitaly


*aus einem schönen  Kinderkunstbuch "Tribal tanzt" zur Ausstellung Oskar Schlemmer - Visionen einer neuen Welt, "Tri" wie Triadisch und "bal" wie Ballett, Triadisches Ballett, Uraufgeführt in Stuttgart 1922