Handarbeitstreff für Kinder & Erwachsene mit Mitaly

Hallo liebe Handarbeitsfreundinnen und -Freunde, Erzieherinnen, Lehrerinnen und alle, die Freude an der Handarbeit haben, und es gleichfalls lieben, Neues auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und zu teilen, Ideen zu bekommen, Schönes anzusehen....

Filzen, Nähen, Stricken, Häkeln, Sticken, Basteln... Alles dabei!


Es gilt zu genießen und zu betrachten......

Dienstag, 15. April 2014

Zzzzzzz,

Zzzzzzzzzzzzzzzz

Zzzzischen die Schlangen........

und kommen aus ihren Körben zum Spielen

1./2. Klasse
Filzen
bunte Schnüre werden Schlangen

bunt - lieb - zischend -  spielfreudig -  still - friedlich - und manchmal 
auch bissig und frech.....

wenn man sie aus ihrem Schlaf weckt
oder ihre Verstecke entdeckt.


Ein Dschungelspiel 
mit verschiedenen grünen, gelben (Sand), blauen (Wasser)
und  bunten Blumenstoffen (Pflanzen)

Darin konnten sich Höhlen, Tunnel und unterirdische Wasserläufe 
befinden, alles gebaut, gelegt, um den Schlangen gute Verstecke und Schlafplätze zu geben.

Und dann kann das Spielen beginnen:
Variante 1: Die Lehrerin/Lehrer dreht sich um, und alle Kinder verstecken ihre Schlangen im Dschungel. Wenn alle Schlangen, auch die Babyschlangen, versteckt sind, darf die Lehrerin sich umdrehen, und suchen.
Wo sind nun all die Schlangen versteckt?
Wenn sie alle Schlangen gefunden hat, ist das Spiel vorbei. Wer hat seine Schlange am besten versteckt? Zischen darf sie, wenn die Lehrerin/Lehrer die Schlange vorsichtig heraushebt.

Variante 2: Ein Kind wird aus der Runde/Klasse gewählt, um seine Schlangen im großen Dschungel zu verstecken. Ein anderes Kind aus der Runde/Klasse darf sich umdrehen, während die Schlange versteckt wird.
Ist die Schlange im Versteck, kann das Kind sich umdrehen, und fängt an zu fühlen und zu suchen. Das ist gar nicht so leicht.
Die anderen Schüler dürfen helfen, indem sie
"kalt" oder "heiß" sagen. Wie beim Topfschlagen. 
Manchmal hilft das. Aber einmal war eine Schlange tief unter einem Wassergraben versteckt. Das war nicht ganz so leicht.
(Das suchende Kind darf dann einen Such-Helfer wählen)
Das Spiel geht solange, bis jedes Kind einmal seine Schlangen versteckt hat und einmal gesucht hat.
Das bedeutet, dass das Kind, welches die Schlange gefunden hat, nun die eigene verstecken darf und ein Kind aufruft, welches seine Schlange dann suchen soll.
zurück in den Korb mit allen 10 Schlangen
geht es nach draußen.
Der Frühling ist warm und die Sonne scheint.
Im Kreis gelegt, erst ein Kind, dann alle Kinder hinein.
Haben alle Platz?
Schlangen lieben Sonne. 
Das zeigen sie gleich in ihrer besten Herzform

Und sie können noch viel mehr:
Sich zu einer 8 formen,
sich geschickt und mit Herz um Bäume und Zweige wickeln,

sich kringeln und dabei den schönsten Sonnenplatz wählen,
sich schützend um das Baby legen,
sich in der Mitte mit den Köpfen treffen und Geheimnisse
austauschen.
Schlangen malen geht auch:
Hier ein Frühlingsbaum in Blüte. Die lange Schlange wickelt sich um 
Äste und streckt sich zur Sonne.

Und für zu Hause bekommen sie ein richtiges 
Terrarium.
Gemalt, geklebt und gefüllt mit Pflanzen(Stoff) und
Wasser (Stoff).
Das sieht gemütlich aus.
Aber ob die Schlangen da auch drin bleiben?



Zu Hause angekommen, fanden sie schon ihre Plätze:
auf einer Zimmerpflanze,
auf dem Tisch um eine Kerze gewickelt und noch viele 
Plätze mehr.
Eine Schlange kam nach einer Woche zurück in die Klasse.
Sie hatte so viel mit dem Kind gespielt, dass sie wieder 
ganz weich wurde, und wollte, dass man sie neu 
filzt.

Was mir wichtig war:
Schnüre zu filzen ist eine Variante, welche ermöglicht, die Hände in eine andere Form der Bewegung zu bringen, als das Flächen filzen zum Beispiel; dies auch zu Beginn mit weniger Kraft, dann mit mehr.
Wenn aus Schnüre Schlangen werden, entsteht eine neue Bindung. Die Schlangen, mit Kopf und Schwanz werden lebendig, schon ohne Augen und Zunge. Das Spielen beginnt unmittelbar beim Sichtbar werden des Tieres.
Dies lässt sich beim Filzen aller Tiere erleben.

In diesem Fall war es mir wichtig, auch Zeit und Möglichkeiten im Unterricht zu haben, mit den Schlangen zu spielen:
Formen legen. Gemeinsam etwas legen, spielen, mit Freude und Lachen dabei zu sein, auch als Lehrerin, sich die Zeit dafür zu lassen und mitzuspielen, raus zu gehen, den Unterrichtsraum zu erweitern.
Dies alles führt zu einer stärkenden und positiven Erfahrung für das Kind.


Bemerkung:
Augen und Zunge wurden von mir aufgenäht.
Die Schlangen wurden von den Kindern noch bestickt.
Wir haben feine Merino Wolle im Strang genommen in verschiedenen Farben.
Die Kinder durften sich die Farben aussuchen.

Warum den Schlangen?
Weil es einfach Spaß gemacht hat!



Mitaly 




Samstag, 8. Februar 2014

Frühlingsblumen werden Schmuck

Eine "Frühlings-Liebeserklärung" an das Filzen

                     "Wenn du die Dinge in aller Ruhe genießen kannst, 
dann wohnst du in einem Garten voller Seligkeit"
 Phil Bosmans

Noch im zarten Schnee zeigen sich vorsichtig die ersten Blüten.

Schneeglöckchen
                      

so fein lassen sie sich als Kette aber auch als Ohrringe tragen
als Kette mit Schneekugeln am zart weißen Band mit grünen Glasperlen.


als Ohrringe mit kleinen Perlen 



Als feines Lederarmband mit grünen Holzperlen

Christrosen
sie sind noch da!!


als Broschen

 
Noch liegt im Winter die Ruhe.


Kirschblüten
Kirschbäume lassen schon die Blüten erahnen

 
als Ohrringe

 

gemeinsam in Kirschblüte, Ohrringe und Kette

 

die Kette mit Perlen, als Kollier

sind das schon Kirschen?

Osterglocken 
ob klein oder groß, auf sie können wir uns bald freuen.

 
als Haarspange

 
oder Brosche

Tulpen 
in rosa weiß und gelb weiß



lachen uns bald an, an gefilzten langen Blütenstängeln, als Halsschmuck oder Schmuck für die Tasche. Gerne lassen sie sich überall wickeln und anbringen.

die Anemone,
 in kräftiger Farbe


Als Kollier mit großen Perlen, gefilzte und aus Glas




Ein Frühlings-Ring 
in zartrosa für die Liebeserklärung im Frühling






Mit der Wildrose 
den Duft von Frühsommer erahnen!

 
Als Haarspange und lila Traubenhyazinthen als Ohrringe


Die Wildrose auf einem alten Tablett meiner Oma, eine
Liebeserklärung an die Erinnerung schöner gemeinsamer Momente.


Die Rose für die Träume an warmen Sommertagen


hier als Brosche


Und was wird aus diesen Blüten für Schmuck?
Märzbecher, Maiglöckchen, Glockenblumen



So sieht für viele Blüten der Anfang aus, schöne 
nass gefilzte Farbflächen und Schnüre
aus denen dann die passenden Formen herausgeschnitten werden.

Das Rezept:
Freude am Filzen
Eintauchen in die Magie der Farben
Hingabe zum Nähen
Liebe zu den Blumen
Leidenschaft für Schmuck und Perlen

und dann

genießen, genießen, genießen!!! 

bis bald im Workshop
ich freue mich
Mitaly

Mittwoch, 22. Januar 2014



Hallo, lieber Kater Silvester


Dieses Mal zeigst Du Dich in der Presse.

Von der Schiffsreise vor 400 Jahren in die Stuttgarter Zeitung!

Ein Pressebericht zu einem besonderen Workshop
am 12.Januar 2014


Bild-und Textquelle Stuttgarter Zeitung, 13. Januar 2014, Nr.9

Viel Freude beim Lesen!!!

Mitaly

Montag, 6. Januar 2014


An Silvester geboren,

Ein Kater, namens "Silvester"

eine Handpuppe aus weicher Filzwolle
zum Liebhaben und Streicheln.
Zu einem Kinderworkshop der Staatsgalerie Stuttgart, 2. Januar 2014


circa 48 cm ist er groß und brauchte drei Tage, bis er entstanden war,
gefilzt aus verschiedenen Teilen, mal mit Schablone (der Körper), mal massiv (der Kopf und die Arme). Korken halfen dabei, die Öffnungen an Kopf und Arme frei zu halten, damit die Handpuppe dann auch richtig bespielt werden konnte.
Die Oberfläche und das Muster sind aus weicher Merinowolle.

So entstand er zwischen Weihnachten und Neujahr, mit dem Ziel
Kinder in einem Ferienworkshop in die Bilderwelt der Sonderausstellung 
der Staatsgalerie Stuttgart zu begleiten.
Mit schönen Geschichten, denn die gab es zu den Bildern der Niederländer.

Etwas aufgeregt und etwas "seemännisch frech", aber mit viel Scharm begrüßte er die Kinder dann auch am 2. Januar und
präsentierte sich als Seemannskater, der mit den Handelsschiffen um die Welt gereist war, Abenteuer erlebte, 
und mit den Schiffen die Schätze aus den verschiedensten Ländern 
in die Niederlande brachte.

Von welcher Zeit wir reden?
Na von der Zeit des 17. Jahrhunderts.
Das Goldene Zeitalter für die Niederlande und für die Künstler,
die der Kater "Silvester" besonders begleitete und beim Malen beobachtete,
auch, weil es auf den Stillleben
so wunderbare Köstlichkeiten gab.

Es war dann nicht so leicht, seine Pfoten davon wegzuhalten.

Wie die Ausstellung heißt?
Hier ein Flyer für alle Interessierten.


Na dann erzähl mal, lieber Kater Silvester:

 "Als erstes wollte ich mir auf dem Bild den Hummer schnappen und dann den Schinken.
Aber den sieht man nur in der Ausstellung.
Neugierig geworden, na dann kommt doch vorbei!!


Mein Frauchen machte noch schöne Bilder von mir, seht mal her:




 Was ich erfuhr, als ich meine Augen bekam....
na ich bin nicht der einzige Kater in der Familie.

Der machte aber Augen, als er mich sah.

Darf ich vorstellen, Familienkater Felix, der Glückliche,
Er kam etwas früher in die Familie als ich,
im November.
Aber er heißt nicht November.

 
 so wie ich "Silvester"


Ein Kind im Workshop versprach mir, wenn sie mich dieses Jahr an Silvester wieder sieht, dann bekomme ich ein Geschenk, weil ich ja dann 
Geburtstag habe.

Da habe ich mich aber gefreut!!

Aber so lange musste ich gar nicht warten.
Nach unserer Reise in die Niederlande, zu den Handelsschiffen, Stillleben und Tieren, malten ein paar Kinder auch mich und machten kleine
Stabpuppen aus mir.
Das fand ich so schön, dass ich mich schon jetzt freute.
Sehr mal her, die schönen 
Kater-"Silvester"-Kunstwerke der Kinder:



 und ich liebe Fisch.......

Als dieser Workshop dann vorbei war, und die Kinder glücklich mit ihren 
Kunstwerken nach Hause gingen, überkam mich ein wenig die Müdigkeit, war ja auch eine lange Reise zurück in das Jahr 1614 in die Niederlande, 400 Jahre!!!

Ich kuschelte mich an mein Frauchen


und wollte dann in mein Körbchen....

Aber moment Mal, da liegt ein Schäfchen darin.

Du bist ja auch gefilzt von meinem Frauchen, und fühlst Dich ganz kuschelig an.
Vielleicht haben wir ja beide Platz in dem Körbchen.
Wir sind ja beide aus wunderbarer
Filzwolle.


 Bis zum nächsten Mal

in der Staatsgalerie.

p.s. danke nochmals an die Kinder für den Keks und den Schinken. Es war ganz lecker!

Bemerkung: Das Schäfchen filzte ich während einem Workshop der Filzerin Frau Rotraud Reinhard.


Die Sonderausstellung der Staatsgalerie Stuttgart läuft noch bis zum 23.2.2014. Sie ist besonders schön für Kinder, weil es sehr viele Bilder gibt, in die man mit Geschichten und Phantasie eintauchen kann. Und es gibt so viel auf den Bildern zu entdecken!